Handlungsfeld 6: Wertschöpfung der regionalen Biobranche stärken

6.1. Neue Marktkonzepte entwickeln und testen

Es gibt bereits verschiedene Wochenmärkte, an denen Bioproduzenten ihre Produkte verkaufen und die bei Konsumentinnen und Konsumenten beliebt sind. Das Potential scheint noch nicht ausgeschöpft zu sein, ist aber seitens Produzenten eingeschränkt, vor allem infolge begrenzten Arbeitskapazitäten. Durch vermehrten Zusammenschluss zwischen Bio-Landwirtschaftsbetrieben und Zusammenarbeit mit Aargau Tourismus sollen bestehende und neue Marktkonzepte ausgebaut werden. Hierzu zählt die bessere Nutzung des Bio Marché in Zofingen oder die Entwicklung von Vermarktungskonzepten, die den Einkaufsgewohnheiten von Berufstätigen entgegenkommen (z.B. Bio-Abendmarkt in gut frequentierter Lage). Auch das Potential für solidarische Landwirtschaft ist im Kanton Aargau noch nicht ausgeschöpft, wo Produzenten und Konsumenten näher zusammengebracht werden.

Übersicht über die geplanten Massnahmen

  • Analyse der Potentiale von regionalen Wochenmärkten für Bioprodukte
  • Bio Marché Zofingen
  • Entwicklung neuer Marktkonzepte

6.2. Umsatz mit regionalen Bioprodukten in der Gastronomie erhöhen

Die Einführung von Bioprodukten in der Gastronomie hat ein grosses Entwicklungspotential in der Schweiz. Insbesondere im Bereich der Gemeinschaftsgastronomie können innovative Ansätze, wie sie in Dänemark, Frankreich und Deutschland umgesetzt werden, den Anteil an Bioprodukten in den Profiküchen erhöhen. Innovative Ansätze, die zusammen mit Partnern regional entwickelt werden und die einen besseren stufenweisen Einstieg für Institutionen mit Gemeinschaftsverpflegung (Schulen, soziale Einrichtungen, Spitäler, Heime) erlauben, sollen in einem Pilotprojekt entwickelt werden. Gleichzeitig sollen auch lokale Initiativen, die Chancen für direktvermarktende Bauernbetriebe bieten, gefördert werden. Synergien mit anderen Initiativen werden genutzt.

Übersicht über die durchgeführten Massnahmen

Übersicht über die geplanten Massnahmen

  • Entwicklung der Gemeinschaftsgastronomie für Bioprodukte mit innovativen Konzepten wie beispielsweise „Farm to Table“
  • Erhöhung von Einkauf Bioprodukten in der Gemeinschaftsgastronomie über eine regionale Koordinationsstelle und/oder den Gastronomie-Grosshandel
  • Entwicklung und Umsetzung eines Kennzeichnungs- und Kommunikations-Konzeptes im Rahmen eines Pilotprojektes
  • Synergien mit anderen nachhaltigen Initiativen der Gemeinschaftsgastronomie suchen und verstärken

6.3. Vermarktungsplattform aufbauen

Der Austausch mit den Marktakteuren hat gezeigt, dass die Akteure sich untereinander und das jeweilige Angebot zu wenig kennen. Der besseren Vernetzung kommt im Rahmen des Aktionsplans eine zentrale Rolle zu. Abgesehen von direkten Austauschmöglichkeiten besteht jedoch auch das Bedürfnis nach einer Plattform, die mit wenigen Klicks zeigt, wer im Kanton Aargau was anbietet. Zudem sollen auch die Fähigkeiten sich zu vermarkten gestärkt werden, um insbesondere das grosse Potential der Digitalisierung besser nutzen zu können.

Übersicht über die geplanten Massnahmen

  • Aufbau einer Onlineplattform, die Produzenten und Händlern von Bioprodukten die Möglichkeit gibt sich und ihr Angebot zu präsentieren
  • Unterstützung der KMUs im Bereich Digitalisierung