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Exkursion in die Region Nouvelle-Aquitaine (Frankreich)

Im September 2017 fand die sechste SME Organics Exkursion in die Region Nouvelle Aquitaine in Südfrankreich statt. Die Nouvelle Aquitaine ist 2016 als Zusammenschluss aus drei Regionen entstanden. Zum Field Visit trafen sich die Projektpartner aus neun europäischen Regionen zusammen mit Stakeholdern aus den jeweiligen Bio-Branchen. Das FiBL hat mit Vertretern von Bio Suisse und Bio Aargau an diesem Treffen teilgenommen, bei dem der Einsatz von biologischen Produkte in der Gemeinschaftsgastronomie und das öffentliche Beschaffungswesen im Vordergrund stand. Gastgeberin war die Organisation "INTERBIO Nouvelle-Aquitaine" aus Bordeaux. Sie vertreten beinahe 200 Mitgliedsorganisationen, die sich aus insgesamt mehr als 3000 Bio-Produzenten aus der Region zusammensetzen.

Nachfolgend sind die wichtigsten Betriebe beschrieben, die im Rahmen der Exkursion besucht wurden:

  • Das Cluster für die öffentliche Gemeinschaftsverpflegung wurde 2012 gegründet um auf den Bedarf nach biologischen Produkten in solchen Betrieben zu antworten. Das Cluster setzt sich aus verschiedenen regionalen Organisationen zusammen. Die Haupttätigkeit liegt in der Koordination von Nachfrage und Angebot entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Zudem berät es Gemeinschaftsverpflegungsbetriebe in Bezug auf die Beschaffung biologischer Produkte und der Profitabilität. www.interbionouvelleaquitaine.com
  • Das Val Bio Ouest ist ein Wirtschaftscluster von Unternehmen die biologische Lebensmittel produzieren. Dies beinhaltet insbesondere verarbeitende Unternehmen und zielt auf eine Erhöhung der Wertschöpfung von biologischen Produkten ab. In Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden bietet es Unternehmen ideale Bedingungen dank der Konzentration von KnowHow und dank dem Netzwerk verschiedener Akteure der Bio-Branche. http://www.valbioouest.fr
  • Das RegioLabel Bio Sud Ouest France wurde 2013 in Zusammenarbeit mit der Region MidiPyrénées lanciert. Es bezweckt die Förderung von einer lokalen und regionalen Produktion von Bio-Produkten. Dies wird erreicht durch die klare Kommunikation der Herkunft über das Label, welches die Vermarktung der Produkte unterstützt. www.biosudouest.com
  • Der Pôle Maraîchage Bio ist ein Projekt zur Förderung junger Gärtnerinnen und Gärtner, die keinen eigenen landwirtschaftlichen Betrieb haben. Im Rahmen dieses Projekts können die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer ihr Businessmodell testen indem es ihnen Land zu Verfügung stellt. Für Investitionen müssen diese selbst aufkommen. Auch müssen sie den Absatz ihrer Produkte selbst organisieren. Das Projekt wurde von mehreren Gemeinden lanciert um dem Problem der Nachfolgeregelung entgegenzuwirken, welches hier viele Betriebe betrifft. Die Jungunternehmer können im Rahmen des Projekts ihre Geschäftsidee testen und wenn sie erfolgreich sind, unterstützen sie die Gemeinden bei der Vermittlung eines Betriebs. Die Bedingung ist, dass die jeweiligen Betriebe nach biologischen Standards bewirtschaftet werden.
  • Das TBE Label wurde 2010 gegründet um regionale Behörden in der Förderung von biologischen Produkten zu unterstützen und zu belohnen. Das Label wird vergeben wenn mindestens 6 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche biologisch bewirtschaftet wird und wenn 20 Prozent der Produkte in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung biologisch sind. Das Label ist kostenfrei und bietet den Gemeinden eine einfache Möglichkeit ihr Engagement für die breite Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Zudem werden die Gemeinden in der Ausweitung der BioProduktion unterstützt. www.biosudouest.com
  • Bio Coop ist Frankreichs führendes Handelsunternehmen von biologischen Produkten (insb. auch biologische FairtradeProdukte). Es ist eine Kooperative von einer Vielzahl von Produzenten biologischer Lebensmittel. www.biocoop.fr