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Erster Erfahrungsaustausch im Kanton Aargau, Schweiz

Das erste interregionale Treffen des SME-ORGANICS-Projekts fand am 8. und 9. September 2016 in Frick im Kanton Aargau (Schweiz) statt. Es wurde vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) organisiert. Das FiBL ist innerhalb des Projekts zusammen mit den kantonalen Stellen verantwortlich für die Entwicklung der Situationsanalyse und des Bioaktionsplans für den Kanton Aargau.

SME Organics Partner aus sieben verschiedenen Ländern (Foto: FiBL).

Das erste interregionale Treffen des SME-ORGANICS-Projekts fand am 8. und 9. September 2016 in Frick im Kanton Aargau (Schweiz) statt. Es wurde vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) organisiert. Das FiBL ist innerhalb des Projekts zusammen mit den kantonalen Stellen verantwortlich für die Entwicklung der Situationsanalyse und des Bioaktionsplans für den Kanton Aargau.
Ziel des Treffens war es, Wissenswertes über die Politik zur Unterstützung des Biosektors auf allen Stufen der Wertschöpfungskette (von der Produktion bis zum Verbrauch) zu erfahren - sowohl auf kantonaler als auch auf schweizerischer Ebene. Dabei sollten auch Aspekte wie Innovation und KMU-Wettbewerbsfähigkeit berücksichtigt werden.
An der Veranstaltung nahmen 38 Teilnehmer teil. Diese kamen aus dem Kanton Aargau (Schweiz) aus den Regionen Aquitaine, Limousin, Poitou-Charentes (Frankreich); Lodzkie (Polen); Südösterbotten (Finnland); Nord-West-Rumänien (Rumänien); Navarra (Spanien); Lombardei und Apulien (Italien) sowie Vertreter der IFOAM EU (International Organisation of Organic Agriculture Movements).
Am ersten Vormittag wurden mehrere Anleitungen zur Entwicklung von Bioaktionsplänen und Beispiele von kantonalen Bio-Aktionsplänen aus der Schweiz (Jura und Fribourg) durch FiBL-Fachleute vorgestellt. Ein Vertreter des Bundesamts für Landwirtschaft stellte die laufenden Projekte zur regionalen Entwicklung sowie die neue regionale Entwicklungspolitik vor.
Parallel durchgeführte Workshops ermöglichten es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, Erfahrungen und Ideen zur Unterstützung des Biosektors auf regionaler Ebene auszutauschen. Insgesamt fanden vier Workshops statt, die sich auf die folgenden Aspekte der Wertschöpfungskette des Biosektors konzentrierten:

  • Produktion und Verarbeitung
  • Ausbildung und Beratung
  • Effizienz und Gestaltung der Biowertschöpfungskette
  • Vermarktung von Bioprodukten

Nach den Workshops besuchten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwei langjährig im Biosektor tätige KMU: die Zentrum-Metzg (www.zentrummetzg.ch) in Brugg, die Fleisch nach den Richtlinien von Bio Suisse produziert und verarbeitet, und Bio Partner (www.biopartner.ch), ein führender Biogrosshändler in der Schweiz mit Online-Angebot, eigenem Shop, und einer breiten Palette von Bioprodukten. Bio Partner stellte seine Lagerlogistik und sein Qualitätsmanagement vor.
Ein weiterer Besuch fand auf dem Gutsbetrieb Eichberg (www.gutsbetrieb-eichberg.ch) statt, einem Biobauernhof, der Getreide, Eier, Gemüse und handwerkliche Produkte herstellt (Kuchen, Marmeladen, Pralinen, usw.). Im Rahmen ihres multifunktionalen Ansatzes betreibt der Hof neben der Landwirtschaft ein Gesundheits- und Freizeithotel mit Restaurant.
Am zweiten Tag wurden den Teilnehmern Informationen zu verschiedenen Themen des Biosektors vermittelt: Diskutiert wurde etwa über die möglichen Einschränkungen in Produktion und Verarbeitung aufgrund der Richtlinien von Bio Suisse und der Schweizer Bioverordnung. Zudem wurde debattiert, inwiefern diese Einschränkungen Einfluss auf sensorische Eigenschaften von Bioprodukten haben, also etwa auf Geschmack oder Textur. Ferner wurde das Dienstleistungsangebot für KMU des Hightech Centers Aargau (www.hightechzentrum.ch) vorgestellt und man tauschte sich über die aktuelle Biomarktentwicklung sowie Verbrauchertrends aus.

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